Geschichte

Geschichte

Ein Ort mit Geschichte(n).

Unser Friedhof Bramfeld wurde im Jahr 1909 eröffnet. Der Friedhof gehörte zunächst zum Kirchengemeindeverband Bramfeld. Seit der Verband aufgelöst wurde, befinden wir uns in Trägerschaft der Ev-Luth. Simeon-Kirchengemeinde Bramfeld.

Der heutige Stadtteil Hamburgs war vom 12. bis zum 18. Jahrhundert ein Dorf mit 10 großen Bauernhöfen. Später zogen viele Gärtner zu, so dass Bramfeld nach den Vier-und Marschlanden das größte Gemüseanbaugebiet war. Erst 1937 wurde das Dorf Bramfeld ein Stadtteil Hamburgs. Noch heute kann man die großen Familiengrabstätten der Bauernund Gärtnerfamilien auf dem Friedhof sehen.
Bramfelds „Seele“ ist durch die Weiterentwicklung als Hamburger Stadtteil und durch den Bau der großen Bramfelder Chaussee ein Stück verloren gegangen. Die großen Gärtnereien und Bauernhöfe gibt es nicht mehr, aber unser Friedhof bewahrt diese „Bramfelder Seele“ und ist ein Bindeglied zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Viele Bramfelder haben daher eine enge Verbindung zu ihrem Friedhof.

Bekannte Bramfelder

„Ein Gang über den Friedhof ist immer auch ein Gang durch die Geschichte seines Ortes.“

Carola Bertha Siemers war mit dem Arzt Dr. Carl Lorenzen verheiratet. Dr. Lorenzen kam während der NS Zeit wegen angeblicher Homosexualität ins KZ Fuhlsbüttel, wo er kurz nach einem Suizidversuch verstarb. In der Bramfelder Chaussee 269 wurde für ihn ein Stolperstein gesetzt.

Dr. Willy Nissen war der erste und in der Bevölkerung sehr angesehene Arzt von Bramfeld. Nach ihm ist der Willy-Nissen Ring in der Hegholt Siedlung benannt.

Frieda Wölken versteckte während der NS Zeit das KPD Mitglied Jonny Stüve. 1944 wurde er entdeckt und ins KZ Fuhlsbüttel gebracht. Frieda Wölken wurde auch verhaftet aber von den Engländern später befreit. Ein Stolperstein Am Alten Teichweg 180 erinnert an das Leben von Jonny Stüve.

Ein Stolperstein Am Alten Teichweg 180 erinnert an das Leben von Jonny Stüve.

Die Friedhofsglocke

„Am Abend, wenn die Glocken Frieden läuten, folg’ ich der Vögel wundervollen Flügen.“
Georg Trakl

Die Glocke wurde 1581 für die Holzkirche in Wulfflatzke, Pommern, gegossen. Im 2. Weltkrieg sollte sie eingeschmolzen werden, dazu kam es aber nicht mehr. Nach Kriegsende kam Pastor Lenke aus Wulfflatzke nach Steilshoop. Er brachte die Glocke auf Umwegen zunächst nach Steilshoop, 1972 wurde sie zur Friedhofsglocke auf dem Friedhof Bramfeld.

Die Kapelle

Ein würdiger Ort des Abschieds.

Unsere außergewöhnlich schöne Kapelle, die den Eingangsbereich prägt wurde am 4. Advent 1910 ein Jahr nach Eröffnung des Friedhofs eingeweiht. Errichtet wurde sie vom Zimmerer Woltemath, dessen Familiengrab sich ebenfalls auf unserem Friedhof befindet.